Fit im Kopf bis ins hohe Alter

Bleiben wir geistig fit, wenn wir körperlich aktiv bleiben?
Fit im Kopf bis ins hohe Alter: Muskeln, Bewegung und „Vikomotorik“ als Schlüssel.
Bleiben wir geistig fit, wenn wir körperlich aktiv bleiben? Aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse sagen: Ja! Ein gesunder Lebensstil kann erheblich dazu beitragen, die kognitive Gesundheit im Alter zu fördern und Demenz vorzubeugen.
Drei Aspekte stehen dabei besonders im Fokus: Muskelerhalt, regelmäßige Bewegung und Vikomotorik.
VIKOMOTORIK bezeichnet das kombinierte Training visueller, kognitiver und motorischer Fähigkeiten. VIKOMOTORIK kann man auf modernen Trainingssystemen wie dem "Skillcourt" trainieren. Nähere Informationen dazu unter Studio für Medizinische Fitness - aktiv Eichstätt.
Muskeln stärken das Gehirn
Unsere Muskeln und unser Gehirn sind enger verbunden, als man denkt. Forschungen zeigen, dass Menschen mit niedriger Muskelmasse im Alter schneller an geistiger Leistung verlieren – besonders die Exekutivfunktionen (Planen, Entscheidungsfindung) bauen zügiger ab. Der Grund: Muskulatur ist nicht nur für Kraft zuständig, sondern wirkt auch als „Botenstoff-Fabrik“. Trainierte Muskeln schütten Myokine aus – Hormone und Proteine, die Entzündungen hemmen und neuronales Wachstum fördern. Die gute Nachricht: Man kann entgegenwirken. Krafttraining und proteinreiche Ernährung helfen, Muskelabbau (Sarkopenie) zu verlangsamen. Studien belegen sogar, dass gezieltes Krafttraining bei Senioren die geistige Leistung verbessern kann – insbesondere das Gedächtnis und das Arbeitsgedächtnis profitieren. Mit anderen Worten: Wer seine Muskeln pflegt, tut auch seinem Gehirn etwas Gutes.
Bewegung hält geistig jung
Regelmäßige körperliche Aktivität – sei es Ausdauertraining oder einfach tägliche Bewegung – gilt als einer der wirksamsten Schutzfaktoren gegen Demenz. Schon moderate Mengen machen einen Unterschied. Eine große Meta-Analyse fand: Menschen, die sich viel bewegen, haben im Schnitt ein um ~20 % geringeres Risiko, an Demenz zu erkranken. Noch eindrucksvoller: Eine aktuelle Langzeitstudie mit rund 90.000 Teilnehmenden (Medianalter 63) ergab, dass bereits 35 Minuten zügiges Gehen pro Woche das Demenzrisiko um etwa 41 % senken konnten. Bei 2–3 Stunden Bewegung wöchentlich sank das Risiko sogar um ~60–70 %. Natürlich spielen auch andere Faktoren eine Rolle, doch die Zahlen sind klar: Bewegung schützt das Gehirn. Warum? Ausdaueraktivität verbessert die Durchblutung des Gehirns, fördert neue Nervenzellen-Verbindungen und reduziert schädliche chronische Entzündungsprozesse. Praktisch heißt das: Alltagsbewegung einbauen! Ob Spaziergänge, Radfahren, Tanzen oder Gartenarbeit – alles, was den Puls etwas hochtreibt, hilft. Wichtig ist die Regelmäßigkeit. Wer wenig aktiv ist, sollte klein anfangen (z. B. 10 Minuten Spazierengehen am Tag) und das Pensum langsam steigern. Jeder Schritt zählt – selbst ein paar Minuten Bewegung täglich zeigen laut Studien schon messbare positive Effekte auf die Hirngesundheit.
Vikomotorisches Training – Workout für Gehirn und Körper
Neben Kraft und Ausdauer gewinnt ein drittes Element Aufmerksamkeit: das VIKOMOTORISCHE Training. Darunter versteht man Übungen, die gleichzeitig visuelle Wahrnehmung, Denken und Bewegung fordern – beispielsweise mit interaktiven Trainingsgeräten wie dem Skillcourt. Die Idee: Unser Alltag (und Sport) stellt immer kombinierte Anforderungen – wir sehen etwas, bewerten die Situation und reagieren motorisch darauf. Klassisches „Gehirnjogging“ am Computer hingegen trainiert das Hirn isoliert und zeigt kaum Übertrag in den Alltag. VIKOMOTORISCHES Training will diese Lücke schließen, indem es Körper und Geist simultan trainiert. Erste Studien mit älteren Erwachsenen sind vielversprechend: So zeigte ein Trainingsprogramm, bei dem Senioren Bewegungsaufgaben mit Denkspielen kombinierten, deutliche Verbesserungen der Reaktionsgeschwindigkeit, Balance und exekutiven Funktionen. Interessant ist auch, dass solche kombinierten Übungen oft mehr Spaß machen und motivierender sind, was dazu führt, dass die Teilnehmer gern und konsequent dabei bleiben. Für die Praxis bedeutet das: Neben Spaziergang und Gymnastik kann man ruhig mal zu ungewöhnlichen Methoden greifen – z. B. auf einem modernen Reaktionsparcours Lichter fangen, Ballspiele mit Denkaufgaben verbinden oder Tanzchoreografien auswendig lernen. Alles, was Kopf und Körper zugleich fordert, kann die Gehirnleistung schulen. Experten betonen, wie wichtig das Zusammenspiel von Augen, Gehirn und Bewegung ist – es beeinflusst maßgeblich unsere Fähigkeit, im Alter selbstständig und sicher zu leben.
Fazit & Tipps
Die wissenschaftlichen Erkenntnisse liefern ein klares Bild: Körperliche und geistige Fitness gehen Hand in Hand. Wer heute in seine Muskeln und seine Bewegung investiert, erntet morgen mentale Stärke. Konkret heißt das: Bleiben Sie aktiv! Bauen Sie Bewegung in Ihren Alltag ein – so oft es geht. Halten Sie Ihre Muskeln mit Training auf Trab (z. B. zweimal pro Woche Krafttraining). Scheuen Sie sich nicht, Neues auszuprobieren: von Sportarten, die sowohl Kopf als auch Körper fordern, bis hin zu innovativen Trainingsgeräten wie dem Skillcourt, falls verfügbar. Abwechslung ist Trumpf, denn sie hält sowohl die Motivation als auch das Gehirn wach. Der vielleicht wichtigste Rat: Es ist nie zu spät anzufangen. Studien zeigen, dass selbst Menschen über 70 noch profitieren, wenn sie mit regelmäßigem Training starten. Jede gesunde Gewohnheit – sei es der tägliche Spaziergang oder ein neues Hobby wie Tanzen – kann einen Beitrag leisten, Ihr Gehirn flexibel und fit zu halten. Packen wir’s an: Für ein langes, selbstbestimmtes Leben mit wachem Geist!
Wenn sie das Vikomotorische Training auf unserem Skillcourt ausprobieren möchten, dann vereinbaren Sie bitte über die Homepage einen Beratungstermin mit uns. Beratungstermin vereinbaren - aktiv Eichstätt
Das Training auf dem Skillcourt können Sie sich von Ihrer gesetzlichen Krankenkasse bezuschussen lassen. Manche Kassen übernehmen sogar die gesamten Kosten.