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{"id":323,"date":"2022-07-18T09:15:01","date_gmt":"2022-07-18T07:15:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.aktiv-eichstaett.de\/blog\/?p=323"},"modified":"2025-04-23T10:04:52","modified_gmt":"2025-04-23T08:04:52","slug":"stress-und-stresskompetenztraining","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.aktiv-eichstaett.de\/blog\/2022\/07\/stress-und-stresskompetenztraining\/","title":{"rendered":"Stress und Stresskompetenztraining"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-small-font-size\">Geschrieben von:  Alexander Arnold<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Stress und Stresskompetenztraining<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der beruflich gestresste Mensch wird oftmals ohne weitere Nachfrage gleich mit Prestige assoziiert. Stimmt das noch oder war das einmal und ist im Denken der Meisten schon lange vorbei?<\/p>\n\n\n\n<p>Wer heute \u00fcber die Grenzen hinaus gestresst ist, zeigt damit im Wesentlichen lediglich, dass er nicht (noch nicht) \u00fcber ausreichende Kompetenzen verf\u00fcgt, seine Lebens- und Arbeitsaufgaben in einer effektiven Weise zu bew\u00e4ltigen, seine Ressourcen zu optimieren und gut f\u00fcr sich zu sorgen.<\/p>\n\n\n\n<p>Noch immer sehen manche in den sich abarbeitenden die Leistungsstarken, ist das aber auch langfristig f\u00fcr eine Gesellschaft effektiv und effizient? Wohin f\u00fchrt das? F\u00fcr den Einzelnen und dessen Umfeld?<\/p>\n\n\n\n<p>Wo und wodurch entsteht denn Krankheit (mental und k\u00f6rperlich) und was kostet das letztlich die Gemeinschaft in einer Gesellschaft bei all` dem Karriere- und Erfolgsstreben, das dies ohne Aufbau n\u00f6tiger Stresskompetenzen f\u00f6rdert?<\/p>\n\n\n\n<p>Um effektiv und effizient etwas gegen den Stress in seinem Leben zu tun, sollte jeder sich zun\u00e4chst damit auseinandersetzen, was Stress f\u00fcr ihn\/sie \u00fcberhaupt ist und wie sehr er individuell schaden kann.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-light-green-cyan-background-color has-background\"><strong>Die WHO definiert Stress wie folgend:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-light-green-cyan-background-color has-background\">&#8222;Ungleichgewicht zwischen Anforderungen und dem auf eine Person einwirkenden Druck auf der einen Seite und deren Wissen und F\u00e4higkeiten auf der anderen Seite&#8220; (nach Wilkinson &amp; Marmot, 2003)<\/p>\n\n\n\n<p>Wie k\u00f6nnen wir Stress f\u00fcr uns definieren?<\/p>\n\n\n\n<p>Physiologisch betrachtet bezeichnet Stress biochemische Reaktionen des K\u00f6rpers auf au\u00dfergew\u00f6hnliche Situationen. Wenn also etwas Bedrohliches aufritt oder etwas besonders aufregend ist, reagiert der \u00e4lteste Gehirnteil (\u201eReptiliengehirn\u201c) mit der Aussendung bestimmter Botenstoffe, die es erm\u00f6glichen, diese Situationen besser zu meistern.<\/p>\n\n\n\n<p>Das nimmt man dann als Stress wahr. Grundlegend stellt das eigentlich kein Problem dar. Nur wenn man zu oft im Stress ist, kann es zu k\u00f6rperlichen und seelischen Problemen kommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das hei\u00dft zun\u00e4chst also einmal:<\/p>\n\n\n\n<p>-Stress ist eine sinnvolle Reaktion unseres K\u00f6rpers<\/p>\n\n\n\n<p>-Stress sichert dadurch unser \u00dcberleben<\/p>\n\n\n\n<p>Die k\u00f6rperlichen Stressreaktionen machen es m\u00f6glich, auf gef\u00e4hrdende Ereignisse besser regieren zum k\u00f6nnen. Dies geschieht weitgehend automatisch, ohne bewusst dar\u00fcber nachdenken m\u00fcssen. Und das macht auch Sinn.<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00fcrde man immer, wenn man mit dem Auto bremsen muss erst \u00fcberlegen, ob man das denn auch wirklich tun soll, dann w\u00e4re das f\u00fcr uns letztlich sicherlich mehr Stress. Nein, man reagiert in solch einem Fall automatisch und damit vor allem auch schnell. Das Reptiliengehirn hat somit die Aufgabe, das \u00dcberleben zu sichern.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Das, was dabei als Stress wahrgenommen wird, ist Teil dieser \u00dcberlebensmechanismen. Das Problem ist nur, dass dieser Gehirnteil nicht bef\u00e4higt ist, zwischen wirklich gef\u00e4hrlichen und harmlosen Situationen zu unterscheiden. Das Reptiliengehirn lernt also nicht wirklich dazu und deshalb ger\u00e4t man immer auch dann in Stress, selbst wenn man solche Situationen rein vom Bewusstsein her als &#8222;ungef\u00e4hrlich&#8220; einordnen k\u00f6nnte.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Stress-Spirale<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wirklich gef\u00e4hrlich wird der chronische Stress. Dauerstress f\u00fchrt zu einer negativen Stressspirale.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"570\" src=\"https:\/\/www.aktiv-eichstaett.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Bildschirmfoto-2022-07-17-um-16.35.16-1024x570.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-327\" srcset=\"https:\/\/www.aktiv-eichstaett.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Bildschirmfoto-2022-07-17-um-16.35.16-1024x570.png 1024w, https:\/\/www.aktiv-eichstaett.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Bildschirmfoto-2022-07-17-um-16.35.16-300x167.png 300w, https:\/\/www.aktiv-eichstaett.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Bildschirmfoto-2022-07-17-um-16.35.16-768x428.png 768w, https:\/\/www.aktiv-eichstaett.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Bildschirmfoto-2022-07-17-um-16.35.16-1536x855.png 1536w, https:\/\/www.aktiv-eichstaett.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Bildschirmfoto-2022-07-17-um-16.35.16.png 1620w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Dadurch, dass wir uns immer mehr gestresst f\u00fchlen, haben wir den Eindruck, unser Leben nicht mehr unter Kontrolle zu haben. Das wiederum bereitet uns immer weiteren Stress.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Selbst wenig bedeutsame Dinge k\u00f6nnen dann Menschen vollkommen aus der Fassung bringen und sie reagieren mit Panik, Angst, Aggression oder auch L\u00e4hmung. Dass ihnen die Situation dabei immer mehr aus den H\u00e4nden gleitet, verst\u00e4rkt denn Stress wiederum.<\/p>\n\n\n\n<p>Man erf\u00e4hrt das Gef\u00fchl, das Leben sei nur noch durch vermehrten Einsatz und mehr Leistung zu bew\u00e4ltigen und man sucht und findet dann fataler Weise somit gar keine Erholung mehr, sondern bleibt auf dem &#8222;Gas&#8220; stehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn von Stress gesprochen wird, dann meinen die Meisten dabei den negativen, den belastenden Stress. Genau betrachtet gibt es aber auch noch eine ganz andere Art von Stress.<\/p>\n\n\n\n<p>Neben dem bereits angef\u00fchrten, oft negativ empfundenen \u201eDi-Stress\u201c gibt es auch den sogenannten \u201eEu-Stress\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Eu-Stress empfindet man z.B. bei einer befriedigenden Aufgabenstellung, in der man ganz und gar aufgehen kann oder wenn man sich stark auf etwas freut und dar\u00fcber positiv aufgeregt ist. Dann fliegt die Zeit dahin und so viel man auch zu erledigen hat, man f\u00fchlt sich dennoch frei und zufrieden. Der Gl\u00fccksforscher Mihaly Csikszentmihalyi bezeichnet diesen Zustand als \u201eFlow\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Die meisten Menschen kennen Stress wohl aus ihrem Arbeitsleben.<\/p>\n\n\n\n<p>Viele Menschen haben in ihrem Erleben auf der Arbeit permanent zu viel zu tun und sp\u00fcren dadurch einen st\u00e4ndigen Druck, dem sie ausgesetzt sind. Gerade dann, wenn viele verschiedene Aufgaben gleichzeitig bew\u00e4ltigt werden m\u00fcssen, empfinden viele das als Stress.<\/p>\n\n\n\n<p>Stress entsteht aber nicht nur durch eine zu gro\u00dfe Arbeitslast. Stress entsteht auch im Kopf, wenn man das Gef\u00fchl bekommt, im Beruf einer Aufgabe nicht wirklich gewachsen zu sein, wenn man Konflikte mit den Kollegen oder dem Chef auszutragen hat oder wenn man gerade generell Angst um seinen Arbeitsplatz haben muss. Stress im Berufsleben ist somit weit verbreitet und vielf\u00e4ltig.<\/p>\n\n\n\n<p>Vielen ist das aber nicht genug und sie suchen sich dann auch noch den sogenannten Freizeitstress f\u00fcr ihr Leben aus.<\/p>\n\n\n\n<p>Anstelle des Ausspannens in der Freizeit, machen sich viele Menschen sogar noch mit ihren Freizeitaktivit\u00e4ten Stress, indem sie viel zu viele Verpflichtungen eingehen, so dass ihnen im Grunde keine freie Minute mehr f\u00fcr sich selber, zur Reflektion, Auszeit und Entspannung bleibt.<\/p>\n\n\n\n<p>Stress entsteht also, wenn man nicht zur Ruhe kommt. Wenn man seine Freizeit so mit Aktivit\u00e4ten f\u00fcllt, dass uns diese Ruhepausen fehlen, dann wird auch die Freizeit eine st\u00e4ndige Quelle von Stress.<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist also in jedem Fall sinnvoll, f\u00fcr sich selbst herauszufinden, was denn wirklich individuellen Stress bereitet und was die daraus folgenden Stressreaktionen f\u00fcr einen selber darstellen!<\/p>\n\n\n\n<p>In der psychosomatischen Forschung hat man f\u00fcr eine Vielzahl physischer Symptome und Erkrankungen einen mehr oder weniger direkten Zusammenhang mit psychischen Vorg\u00e4ngen nachweisen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>In umfangreichen arbeitsmedizinischen Untersuchungen wurde eine Beteiligung von beruflichem Stress an der Entstehung oder Weiterentwicklung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen bis hin zum Infarkt, chronisch erh\u00f6htem Blutdruck, St\u00f6rungen des Immunsystems und b\u00f6sartigen Tumoren festgestellt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-light-green-cyan-background-color has-background\">Mit Stress in Zusammenhang gebrachte Krankheiten und Beeintr\u00e4chtigungen:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-light-green-cyan-background-color has-background\">Konzentrationsst\u00f6rungen, Nervosit\u00e4t, Depressivit\u00e4t, Angst, Schlafst\u00f6rungen, Migr\u00e4ne, Muskelverspannungen, Allergien, Gef\u00e4\u00dferkrankungen, Magen-Darm-Erkrankungen, Asthma, Suchtkrankheiten wie Alkohol- und Medikamentenmissbrauch<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Liste l\u00e4sst sich aktuell immer h\u00e4ufiger durch das sogenannte Chronische Ersch\u00f6pfungssyndrom (Chronique Fatique Syndrom, CFS), bei dem vielf\u00e4ltige k\u00f6rperliche Beschwerden mit massiven Konzentrationsst\u00f6rungen, allgemeiner Leistungs- und Antriebsschw\u00e4che und einer st\u00e4ndigen, starken M\u00fcdigkeit einhergehen, erg\u00e4nzen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Es gilt als erwiesen, dass nichtbew\u00e4ltigter Stress vor allem auf l\u00e4ngere Sicht die Gesundheit beeintr\u00e4chtigt und das Auftreten von Krankheiten beg\u00fcnstigt. Die Frage, auf welchem Wege dies genau und explizit geschieht, ist noch in vielen Forschungsfeldern von Interesse und aufgrund der Komplexit\u00e4t noch nicht umfassend beantwortet.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Mensch ist -wie anzunehmen- nur begrenzt dazu in der Lage, langanhaltende, starke psychische Belastungen v\u00f6llig ohne gesundheitliche Sch\u00e4digung zu ertragen.<\/p>\n\n\n\n<p>Immunologen besagen, dass eine wachsende wissenschaftliche Best\u00e4tigung daf\u00fcr gibt, dass starker und chronischer Stress direkt das Immunsystem schw\u00e4cht, so unmittelbar zu gesundheitlichen St\u00f6rungen f\u00fchrt und den Verlauf bestehender Krankheiten negativ beeinflussen kann.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Ein zehnw\u00f6chiges therapeutisches Anti-Stresstraining bei Frauen mit Brustkrebs f\u00fchrte zum Beispiel zu deutlich verbesserten Cortisol- und Immunwerten.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Stressbefunde gibt es auch in der Herzmedizin, wonach akuter Stress die Blutgef\u00e4\u00dfe blockiert und zur Plaque-Bildung beitr\u00e4gt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Wichtig in diesem Zusammenhang scheint die Tatsache, dass Stressoren und Stressreaktionen auf l\u00e4ngere Sicht bei vielen Menschen zu kritischen Ver\u00e4nderungen ihres pers\u00f6nlichen Gesundheitsverhaltens f\u00fchren und damit auch indirekt das psychosomatische Erkrankungsrisiko erh\u00f6hen:&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>-schneller Griff zu &#8222;allt\u00e4glichen Beruhigungsmitteln&#8220; wie Zigaretten, Alkohol, Schlafmittel<\/p>\n\n\n\n<p>-nicht gen\u00fcgend Zeit f\u00fcr Erholungspausen, unregelm\u00e4\u00dfige Einnahme der Mahlzeiten und unausgewogene Zusammensetzung der Nahrung<\/p>\n\n\n\n<p>-zu wenig Schlaf<\/p>\n\n\n\n<p>-zu wenig Bewegung (Freizeitaktivit\u00e4ten, Ausgleichssport)<\/p>\n\n\n\n<p>Solch gesundheitsabtr\u00e4gliche Lebensweisen verursachen Erkrankungen, die nicht nur die eigenen Leistungsm\u00f6glichkeiten vermindern und damit die pers\u00f6nliche Belastbarkeit und Stresstoleranz herabsetzen, sie wirken auch ihrerseits wieder als zus\u00e4tzlich belastende Lebensereignisse und Stresssituationen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Es entsteht damit eine Abw\u00e4rts-Spirale, bei der Ursache und Wirkung bald nicht mehr voneinander zu trennen sind. Der Mensch f\u00fchlt sich unsicher, nerv\u00f6s, gereizt, emotional angespannt, innerlich unausgeglichen, h\u00e4ufigen und starken Stimmungsschwankungen zwischen Euphorie und Depression ausgesetzt, kann nicht mehr klar denken, f\u00fchlt sich getrieben und gehetzt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Kontrolle \u00fcber sich selbst droht zu entgleiten und man f\u00fchlt sich gleichzeitig hilflos. Man wei\u00df und sp\u00fcrt auch, dass man anderen gegen\u00fcber aggressiver und ungeduldiger reagiert als fr\u00fcher und damit zwischenmenschliche Beziehungen aufs Spiel setzt.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Vertrauen in die eigene Kraft und Leistungsf\u00e4higkeit geht verloren, Welt- und Selbstsicht werden zunehmend pessimistischer, Lebensfreude schwindet, Selbstwertgef\u00fchl wird instabil, \u00c4ngste nehmen zu (zum Beispiel vor beruflichem Misserfolg, von anderen als Versager angesehen zu werden, vom Partner verlassen zu werden etc.).<\/p>\n\n\n\n<p>Endstadien k\u00f6nnen dann Verzweiflung, Depression, Gef\u00fchle v\u00f6lliger Hilflosigkeit, manchmal sogar Selbstmordgedanken sein. Je l\u00e4nger solche Beeintr\u00e4chtigungen des psychischen Wohlbefindens anhalten und je weniger Hoffnungen die betroffene Person hat, dass die ausl\u00f6senden Umst\u00e4nde sich in absehbarer Zeit ins Positive ver\u00e4ndern, desto gr\u00f6\u00dfer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie irgendwann auch weitere organische&nbsp;Krankheitsbilder entwickeln wird.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>In oftmals nahezu augenscheinlichen F\u00e4llen wirkt es so, als wolle sich der Organismus auf diese Weise eine Erholungspause erzwingen und dazu gleichzeitig ein eindeutiges Warnsignal abgeben zu wollen.<\/p>\n\n\n\n<p>Werden solche Warnsignale (Stresssignale) ignoriert, manifestiert sich in eventuell sogar eine Tendenz zur Selbstzerst\u00f6rung, so dass sich die betroffene Person regelrecht zu einem &#8222;Tode hinarbeitet&#8220;, der in Japan sogar einen eigenen Namen hat und als &#8222;Karoshi&#8220; bezeichnet wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir sollten also Entspannung und Stressmanagement ernster nehmen. Reagieren wir rechtzeitig und helfen wir uns selbst oder lassen wir uns helfen, indem wir uns selbst wichtig nehmen, wichtiger als jene Dinge im Leben, denen wir meinen, uns unter ordnen zu m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<p>Sich selbst wichtiger zu nehmen, sich und sein Selbst wieder verst\u00e4rkt &#8222;frei zu legen&#8220;, um sich mit der n\u00f6tigen Eigenliebe aus einer solchen Abw\u00e4rts-Spirale wieder herauszuhelfen, erfordert Achtsamkeit, Reflexionsf\u00e4higkeit, Wachheit und Pr\u00e4senz den Dingen gegen\u00fcber, die uns selber als Mensch, der wir sind, ausmachen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-light-green-cyan-background-color has-background\">Ein Weg, seinen Umgang mit Stress zu optimieren ist das <strong>multimodale Stresskompetenztraining<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p>Worum geht es dabei und welche Ziele verfolgt es?<\/p>\n\n\n\n<p>Grundgedanken:<\/p>\n\n\n\n<p>-Wahrnehmen, Denken, F\u00fchlen und Handeln (W-D-F-H-Modell) sind integral miteinander verbunden<\/p>\n\n\n\n<p>-durch diese Einheit wird die Handlungskompetenz bestimmt<\/p>\n\n\n\n<p>-dadurch bestimmt sich dann ebenso die Handlungseffektivit\u00e4t und Regulationsf\u00e4higkeit beim Vermeiden bzw. Bew\u00e4ltigen von Stress<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; unsere Regulationsf\u00e4higkeit ist die aktive Anpassung, das Dazulernen wie auch die pers\u00f6nliche Flexibilit\u00e4t und die Verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfigkeit bei der Bewertung und Bew\u00e4ltigung von Stress<\/p>\n\n\n\n<p>-geistige Offenheit, Alternativdenken und Flexibilit\u00e4t bilden wesentliche Elemente psychischer Gesundheit<\/p>\n\n\n\n<p>-weitere Komponenten von Stressbew\u00e4ltigung und Probleml\u00f6sef\u00e4higkeit sind Selbstregulation, aktive Einflussnahme auf die Umwelt, Selbstakzeptanz und Toleranz<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-light-green-cyan-background-color has-background\"><strong>Ziele des Trainings:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"has-light-green-cyan-background-color has-background\"><li>Entwicklung, F\u00f6rderung, Verbesserung des kompetenten Umgangs mit Stress<\/li><li>Stresskompetenz stellt vorausschauenden und positiv orientierten Begriff dar<\/li><li>beim Training sollten sich beim Menschen als biopsychosoziales Wesen also <strong>biologische, psychische und soziokulturelle Ebenen (Modalit\u00e4ten der Pers\u00f6nlichkeit) <\/strong>gleichberechtigt wiederfinden<\/li><li>diese Komplexit\u00e4t begr\u00fcndet den \u201emultimodalen\u201c Ansatz mit einer Betrachtungsweise aus diesen unterschiedlichen Blickwinkeln<\/li><li>Kennenlernen, Erfahren und Auswahl individuell pr\u00e4ferierter Entspannungstechniken<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Multimodales Stresskompetenztraining dient somit also der Gesundheitsf\u00f6rderung, d.h. es setzt wie alle anderen Trainingsprogramme an den pers\u00f6nlichen Ressourcen an.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Gruppen-Setting in Seminarform soll dabei Eigenaktivit\u00e4t, gegenseitigen Austausch und gegenseitiges Lernen f\u00f6rdern.<\/p>\n\n\n\n<p>Es wird auf der Basis von individuellen wie auch gruppenspezifischen Problemstellungen Wissen vermittelt, Selbstreflexion angeregt, Handlungsstrategien und Techniken besprochen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Training grenzt sich klar von therapeutischer Einflussnahme ab.<\/p>\n\n\n\n<p>Mut zu Selbsterkenntnis, echter Entspannung, Ehrlichkeit und Treue zu euch selbst! Damit ihr gesund bleibt und auch andere nicht krank macht!<\/p>\n\n\n\n<p>Das w\u00fcnsche ich euch!<\/p>\n\n\n\n<p>Herzlich<\/p>\n\n\n\n<p>Bildquelle: Fotolia<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Geschrieben von: Alexander Arnold Stress und Stresskompetenztraining Der beruflich gestresste Mensch wird oftmals ohne weitere Nachfrage gleich mit Prestige assoziiert. Stimmt das noch oder war das einmal und ist im Denken der Meisten schon lange vorbei? 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